Seltene Nutztiere der Alpen


Kempichl Hof

Der Hof und seine Geschichte

Der Kempichl Hof wurde 1642, gegen Ende des 30-jährigen Krieges (1618-1648), erstmals urkundlich erwähnt. Das Gut war im Besitz des Salzburger Erzbischofes (sogenanntes Hofurbar) und der Fürstpropstei Berchtesgaden. Der zu dieser Zeit herrschende Fürsterzbischof von Salzburg Paris Graf Lodron verstand es, das Land weitestgehend aus den Wirren des 30-jährigen Krieges herauszuhalten. Der Hofname leitet sich von der Bezeichnung „Kien“ (Kienbaum, Rotkiefer) ab, die auf dem flachgründigen und felsigen Standort am Kempichl und dem benachbarten Kenpichl verbreitet war. Restbestände von Schneeheide-Kiefernwälder (Erico-Pinetum sylvestris) findet man noch in Unken.

Der Kempichl Hof liegt in Alleinlage am oberen Unkenberg, auf rund 750 m Seehöhe. Unken ist flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde des Landes Salzburg und liegt im Dreiländereck Bayern, Tirol und Salzburg.

Das Leben am Kempichl Hof
Mit der Hofübernahme im Jahr 1999 konnten wir dem idyllisch gelegenen Bergbauernhof nach rund 15-jähriger Pause wieder Leben einhauchen. Der Betrieb wird von uns seit dem Jahr 2000 als zertifizierter Biobauernhof im Nebenerwerb geführt. Seit Beginn an ist der Bergbauernhof Heimat vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen. Die Alpinen Steinschafe fanden am Kempichl Hof ein erstes Zuhause. Mit der kleinen Herde am Kempichl Hof konnte das Generhaltungsprojekt für diese älteste Gebirgsschafrasse der Ostalpen gemeinsam mit drei weiteren Betrieben begründet werden. Später folgten Pinzgauer Ziegen und Pinzgauer Strahlenziegen. Heute ist der Kempichl Hof eine wahre Arche für seltene, autochthone Nutztiere Österreichs. Neben den Alpinen Steinschafen und der Blobe Ziege, der gefährdetsten Gebirgsziegenrasse Österreichs, tummeln sich am Bergbauernhof alle heimischen Hühnerrassen. Altsteirer Hühner (wildbrauner und weißer Farbschlag), Sulmtaler Hühner und das kleine und ursprüngliche Steinhendl. Aber auch das Tiroler Huhn aus dem Rückzüchtungsprojekt des  Netzwerkes "Pro Patrimonio Montano" kann man am Hof entdecken.

 Fotogalerie Kempichlhof